Am nächsten Morgen geht es zügig los, wieder die Strecke durchs Hobatere-Gelände zum Galton Gate uind in den Etoshapark hinein. Heute können wir uns allerdings nicht einfach von Wasserloch zu Wasserloch 'treiben lassen', wir müssen bis zum Abend die Mitte des Parks erreichen und aus dem Anderson Gate ausfahren, da auch unsere nächste Unterkunft, das Etosha Safari Camp, nicht im, sondern direkt vor dem Etosha-Park liegt.
Der Tag stand ganz im Zeichen von diversen Elefantensichtungen. Am meisten beeindruckt waren wir vom Wasserloch Ozonjitji m'Bari, an dem unzählige (>200 Zebras) und noch einmal so viele so viele andere Tiere (Elefanten, Giraffen, Kuhantilopen, Gnus, Strauße, Springböcke, Schakale, Warzenschweine etc.) versammelt waren. Wir konnten daher „Arche-Noah-Fotos“ machen, das heißt Bilder mit verschiedensten Tieren gleichzeitig.
In diesem Jahr erreichen wir das Camp also von Norden, d.h. wir erledigen die Ausfahrt-Formalitäten (mal wieder wird das Kennzeichen notiert) am Anderson-Gate, fahren aus dem Park heraus und nach 5 Kilometern auf der rechten Seite liegt bereits unsere Unterkunft.
Das Etosha Safari Camp gehört, ebenso wie die benachbarte Etosha Safari Lodge, zur ständig wachsenden 'Gondwana'-Gruppe.
Die Atmosphäre im Camp, das immerhin aus insgesamt 50 Bungalows besteht, hat uns 2017 gut gefallen. Es ist - trotz Pool, Restaurant, und Souvenir-Shop keine Luxus-Lodge, sondern eine geschmackvoll eingerichtete Anlage, die sich vom Design bewusst an den südafrikanischen Townships und den dort verbreiteten illegalen Garagen-Kneipen, Shebeen genannt, orientiert. So bekommt man die Getränke auch an der 'Down Corruption Bar', wenn man sich abends noch am Lagerfeuer in der Mitte des Platzes zu den anderern Gästen setzen und der Live-Musik zuhören will.
Wir hatten wie vor zwei Jahren einen der recht neu renovierten Familienbungalow mit einem Doppel-Doppelstockbett zugewiesen bekommen. In diese Jahr sind es zwei benachbarte Häuschen.
Heute sind wir zum Tanken und Geldziehen noch einmal nach Kamanjab gefahren. Hinzu kam die Fahrstrecke von der Hobatere Lodge im Westen zum Etosha Safari Camp komplett bis in die Mitte des Etosha Parks (383,5 km, Nettto-Fahrzeit 6:17 h), nur die ist hier abgebildet:
Mittwoch, 7. August 2019
Dienstag, 6. August 2019
17. Tag (06.08.2019) Hobatere Lodge (Etosha West)
Dies ist in der Reiseplanung der zweite 'Hobatere'-Tag, gleichzeitig aber der erste 'Etosha'-Tag, denn wir fahren heute gleich morgens aus dem Gebiet der Hobatere-Concession zum Galton Gate, dem westlichen Eingangtor in den Etosha Nationalpark. Der heutige Tag steht ganz für die individuellen Erkundung des westlichen Parkteils zur Verfügung. Erst abends fahren wir dann wieder zur Lodge zurück.
Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu berichten. Es war unglaublich !!!
Die Anfahrt war ein wenig lang und ereignislos, erst durch das Gelände der Hobatere-Lodge und dann noch ein ganzes Stück in den Park hinein. Am Wasserloch Renostervlei sind wir - obwohl bei der Ankunft keine Tiere sichtbar waren - einfach mal eine viertel Stunde stehengeblieben. Zwei weitere Autos kamen und fuhren wieder. Und dann begann die Show: Eien fünfköpfige Löwenfamilie - wir vermuten Mutter, Sohn und drei Töchter - posieren über eine Stunde lang in verschiedensten Kombinationen und Richtungen - ein großartiges Erlebnis.
Die Bilder sprechen nun für sich:
Unserer heutige Strecke war letztlich ein großes Dreieck durch den Westen des Etosha Parks (201 km, Netto-Fahrzeit 4:35 h). Wir waren übrigens fast doppelt so lange über 9,5 Stunden unterwegs, die Nicht-Fahrzeit haben wir beobachtend an den diversen Wasserlöchern oder bei Tierbeobachtungen an der Strecke verbracht.
Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu berichten. Es war unglaublich !!!
Die Anfahrt war ein wenig lang und ereignislos, erst durch das Gelände der Hobatere-Lodge und dann noch ein ganzes Stück in den Park hinein. Am Wasserloch Renostervlei sind wir - obwohl bei der Ankunft keine Tiere sichtbar waren - einfach mal eine viertel Stunde stehengeblieben. Zwei weitere Autos kamen und fuhren wieder. Und dann begann die Show: Eien fünfköpfige Löwenfamilie - wir vermuten Mutter, Sohn und drei Töchter - posieren über eine Stunde lang in verschiedensten Kombinationen und Richtungen - ein großartiges Erlebnis.
Die Bilder sprechen nun für sich:
'Zaungast unterwegs'
Den nächsten größeren Stop legen wir am Olifantsrus Wasserloch ein. Hier kann man aus dem Auto raus und über eine langen Gang zu einem großen Hide direkt am gut besuchten Wasserloch. Das Loch macht seinem Namen alle Ehre:
Montag, 5. August 2019
16. Tag (05.08.2019) Hobatere Lodge (Etosha West)
Nach der ziemlich kalten Spitzkoppe-Nacht geht es schon wieder auf die Piste. Hier hätten wir durchaus noch eine zweite oder dritte Nacht dranhängen können, wenn das Zeitbudget und die Urlaubskasse das hergegeben hätten.
Nachdem wir das Gelände der Spitzkoppe verlassen haben, biegen wir zuerst nach Norden auf die D3716 , die dann in die D1930 Richtung Uis einmündet.
Nach gut 200 Kilometern erreichen wir diesen kleinen Ort. Danach geht es weiter Richtung Etosha immer nach Norden. Die C-Straßen haben eine größere Bedeutung als Verbindungsstraße, sind aber qualitativ kaum besser als die D-Straßen zuvor.
Erst nach 3 Stunden vereinigt sich die C35 bei Kamanjab, wo wir einen kurzen Tank- und Supermarkt-Stop eingelegt haben, mit der C40 und ist ab dort asphaltiert. Die letzte halbe Stunde führt uns dann ans Etosha-Eingang (Galton Gate), wo wir wieder dreimal registriert wurden (Polizei, Veterinärkontrolle, Nationalparkverwaltung) und unser Permit für fünf ganze Tage bezahlten.
Danach haben wir unsere erste zweistündige Fahrt in den Etosha gestartet und folgende erste Sichtung gehabt: 5 Elefanten darunter ein Jungtier, Springböcke, die ersten Impalas, Hartmannzebras (selten!), Oryxe, Strauße, eine Giraffe, Warzenschweine und diverse Vögel. Eigentlich die „üblichen Verdächtigen“, aber trotzdem wieder ein Erlebnis.
Danach verlassen wir den Etosha und wenige Kilometer später geht es links ab ins Gebiet der Hobatere Lodge, ein über 8.000 ha großes Konzessionsgebiet, das im Westen direkt an das Gebiet des Nationalparks anschließt.
Die Lodge liegt 16 teilweise etwas ruppige Kilometer von der Hauptstrasse C35 entfernt. Die Anfahrt ist damit schon ein kleiner Game Drive.
Wir beziehen zwei hübsche „Reihenbungalows“ mit je drei Betten und einer Haus-Fledermaus.
Sonntag, 4. August 2019
15. Tag (04.08.2019) Spitzkoppen Lodge
Der nächste Tag beginnt völlig verrückt. Ein Blick aus dem Fenster lässt einen den Eindruck gewinnen, man würde in den Alpen stehen und von oben auf ein Wolkenmeer herunterschauen. In Wirklichkeit ist der Küstennebel in das Tal der tausend Hügel hineingezogen und wabert kilometerweit vor uns auf und ab. Die Managerin der Lodge ist genau wie wir mit ihrem Fotoapparat draußen unterwegs und versichert uns, dass sie selbst das höchstens ein oder zwei Tage im Jahr sieht. Um etwa sieben Uhr geht die sonne auf und scheint von oben auf die Wolken - einmalig.
Das heutige Ziel ist die Spitzkoppe, ein Inselberg aus Granit 120 km östlich von Swakopmund. Der Berg ist 'nur' 1.728 m hoch, beeindruckt aber durch seine Insellage. Er ist schon von Weitem aus allen Richtungen sichtbar, da er sich etwa 700 m aus einer nahezu flachen Sandebene erhebt. Aufgrund ihrer markanten Form wird die Spitzkoppe auch als das "Matterhorn Namibias" bezeichnet und gehört sicher zu den am häufigsten fotografierten Motiven des Landes. Die Spitzkoppe besteht eigentlich aus drei einzelnen Bornhardts, der großen, der kleinen und der schwarzen Spitzkoppe.
Was ist denn ein Bornhardt? Das deutsche Wikipedia gibt hierzu keine Auskunft. Aber das englische! Ich hab's übersetzt mit "Ein Bornhardt ist ein kuppelförmiger, steiler, kahler Fels, der mindestens 30 Meter hoch und mehrere hundert Meter breit ist. Bornhardts sind nach Wilhelm Bornhardt (1864–1946), einem deutschen Geologen und Erforscher von Deutsch-Ostafrika, benannt, der diese Formation zuerst beschrieb." Die einfachste deutsche Entsprechung für Bornhardt ist "Inselberg". Dieses deutsche Wort wird auch im englischen verwendet. Bekannte Beispiele für Bornhardts / Inselberge sind übrigens auch der Uluru (Ayers Rock) in Australien oder der Zuckerberg in Rio de Janeiro.
Bis vor zwei Jahren gab es in der direkt Umgebung nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten - allerdings auf einem Campingplatz mit nur wenigen Stellplätzen direkt am Fuß des Berges auch besonders schöne.
Seit 2017 ist dies anders: Die Spitzkoppen Lodge (wo das N herkommt, weiß kein Mensch), liegt phantastisch direkt am Fuß der kleinen Spitzkoppe und besteht aus 15 grosszügigen Chalets, jedes mit privatem Bad und überdachtem Aussendeck.
Die Gebäude stehen auf dem Granitfelsen aufgeständert und mit erhöhten Holzstegen verbunden, um die Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Der zentrale Bereich verfügt über eine Bar, das Restaurant und einen terasssenförmig angelegten Bereich mit einem natürlichen Felsenpool.

Streckenmäßig ging es einen weiteren Riesensprung nach Norden, von der Namib's Valley Lodge zur Spitzkoppen Lodge (326 km, Netto-Fahrzeit 5:06 h):
Die erste Fahrtstunde geht dann ebenfalls durch dichten Nebel langsam voran. Bei 30 km/h kann man gerade noch für Kurven oder kreuzende Oryx reagieren.
Das heutige Ziel ist die Spitzkoppe, ein Inselberg aus Granit 120 km östlich von Swakopmund. Der Berg ist 'nur' 1.728 m hoch, beeindruckt aber durch seine Insellage. Er ist schon von Weitem aus allen Richtungen sichtbar, da er sich etwa 700 m aus einer nahezu flachen Sandebene erhebt. Aufgrund ihrer markanten Form wird die Spitzkoppe auch als das "Matterhorn Namibias" bezeichnet und gehört sicher zu den am häufigsten fotografierten Motiven des Landes. Die Spitzkoppe besteht eigentlich aus drei einzelnen Bornhardts, der großen, der kleinen und der schwarzen Spitzkoppe.
Was ist denn ein Bornhardt? Das deutsche Wikipedia gibt hierzu keine Auskunft. Aber das englische! Ich hab's übersetzt mit "Ein Bornhardt ist ein kuppelförmiger, steiler, kahler Fels, der mindestens 30 Meter hoch und mehrere hundert Meter breit ist. Bornhardts sind nach Wilhelm Bornhardt (1864–1946), einem deutschen Geologen und Erforscher von Deutsch-Ostafrika, benannt, der diese Formation zuerst beschrieb." Die einfachste deutsche Entsprechung für Bornhardt ist "Inselberg". Dieses deutsche Wort wird auch im englischen verwendet. Bekannte Beispiele für Bornhardts / Inselberge sind übrigens auch der Uluru (Ayers Rock) in Australien oder der Zuckerberg in Rio de Janeiro.
Bis vor zwei Jahren gab es in der direkt Umgebung nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten - allerdings auf einem Campingplatz mit nur wenigen Stellplätzen direkt am Fuß des Berges auch besonders schöne.
Seit 2017 ist dies anders: Die Spitzkoppen Lodge (wo das N herkommt, weiß kein Mensch), liegt phantastisch direkt am Fuß der kleinen Spitzkoppe und besteht aus 15 grosszügigen Chalets, jedes mit privatem Bad und überdachtem Aussendeck.
Die Gebäude stehen auf dem Granitfelsen aufgeständert und mit erhöhten Holzstegen verbunden, um die Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten. Der zentrale Bereich verfügt über eine Bar, das Restaurant und einen terasssenförmig angelegten Bereich mit einem natürlichen Felsenpool.
Leider sieht unser Plan hier nur eine Übernachtung vor. Wir müssen also den Nachmittag des Ankunftstages und den Abfahrt-Vormittag möglichst gut nutzen, um die ständig wechselnden Lichtstimmungen auf den Granitformationen zu besichtigen und zu fotografieren.

Abonnieren
Kommentare (Atom)




















































